U19-1 mit Niederlage nach starkem Kampf

Am Wochenende reiste die u19 nach Leverkusen, um sich mit den bis dahin ungeschlagenen Spielerinnen von BBZ Opladen zu messen. Sieben Spielerinnen auf Seiten des VSTV, die unter der Woche kaum trainiert hatten, ließen sich ins kalte Wasser werfen – und lieferten eine beachtliche Leistung ab. Lediglich konditionelle Probleme ließen das Endergebnis mit 44:90 deutlich ausfallen.

 

Von Beginn an war den Wuppertalerinnen, angetrieben von Lina Roling, anzumerken, dass es sich ohne Erwartungsdruck viel leichter spielen lässt. Besonders Defensiv zeigten die VSTVlerinnen von der Einstellung her eine deutlich bessere Leistung als im letzten Spiel. Die sehr gut ausgebildeten Spielerinnen aus Leverkusen kamen natürlich trotzdem ein ums andere Mal zum Erfolg, während der Korb auf Seiten des VSTV im ersten Viertel noch wie vernagelt schien.

 

Mit einem 8 : 21 Rückstand ging es ins 2. Viertel. Die Gastgeberinnen hatten sich auf einen langweiligen Spielverlauf eingestellt und mussten sich dann im 2. Viertel verwundert die Augen reiben: Angeführt von der kämpferischen Alina Wiemann in der Defensive war es eben auch Alina, die in der 13. Spielminute zu einem 15 : 4 –Lauf einläutete, an dem alle 5 Feldspielerinnen punktemäßig beteiligt waren. Der Rückstand schmolz auf 8 Punkte (25:33, 18. Minute), ehe die Opladenerinnen wieder ein Mittel fanden, den VSTV zu stoppen.

 

In der 2. Halbzeit konnte man dann bis zur 25. Minute das Spiel ausgeglichen gestalten, ehe die Kräfte nachließen und man wieder zu nachlässig in der Rückwärtsbewegung agierte und sich erneut zu viele Fastbreaks einschenken ließ, die man im Gegenzug nicht beantworten konnte. Im letzten Spielabschnitt kam mit dem schnellen 4. Foul für die hervorragend aufgelegte Spielmacherin Lina Roling ein kleiner Fleck auf die tadellose Schiedsrichterleistung. Zwei 50:50 Entscheidungen gegen eine gute Defense von Lina, die man auf der anderen Seite sicherlich ebenso hätte geben können, erzwangen einen Wechsel, der dem Team anzumerken war. Konditionell mit 7 Spielerinnen, von denen 5 nur eine Trainingseinheit in der Vorwoche absolviert hatten, konnte man nun nicht mehr mithalten. Jedoch gehörte dieses Viertel nun Emma Wentzel, die einen kühlen Kopf bewahrte und mit ihren 6 Punkten die Gegenwehr gewährleistete. Den Schlusspunkt setzte Camila Alfaro Solano, die mit ihrem klugen Zug zum Korb die Gegnerinnen doch mehrmals zu einem ratlosen Blick in Richtung Trainerin anleitete.

 

Fazit: Stimmte die Einstellung fürs Training unter der Woche nicht ganz, so war sie bei den 7 Mitgereisten Spielerinnen beim Spiel voll und ganz da. Jeder kämpfte in seinem Maß so gut es ging, auch wenn man gegen gute Einzelspielerinnen sicherlich noch eine ganze Ecke besser Verteidigen muss. Der Spielverlauf war bei einem Blick auf die Tabelle durchaus überraschend und zeigt, wie viel bei richtiger Einstellung möglich sein kann; eine Lehre, die das Trainergespann berücksichtigen wird. Erfreulich ist auch, dass alle Spielerinnen punkten konnten.

 

 

Es spielten:

 

Seyfi (2), Wentzel (6), Roling (16), Alfaro Solano (10), Wiemann (4), Petri (2), Korte (4)