U14-1 kopflos in Hagen

Mit großer Spannung fieberten alle dem absoluten Topspiel des Jahres entgegen: der bisher ungeschlagene Tabellenführer aus Hagen empfing unsere U14 als Zweitplatzierten mit nur einer Niederlage bisher.  Erwartet wurde eine spannende Partie auf hohem Niveau.

 

Leider entwickelte sich alles anders, als erhofft. Vorgewarnt aus dem Hinspiel bauten die Gastgeber ihre nicht legale Zonen-Pressverteidigung auf. Seit dem Hinspiel bereitete sich das Team auf diese Situation vor… und vergaß im entscheidenden Moment alles, was gelernt wurde. Die Taktik dieser Presse entgegen zu treten (nämlich durch strukturiertes Stellungs- und Passspiel) wurde nicht umgesetzt. Stattdessen die alten Fehler: dribbeln, dribbeln, dribbeln und schlechtes Freilaufen. Konsequenz: erhebliche Probleme den Ball nach vorne zu bringen. Von einem strukturierten Spielaufbau absolute Fehlanzeige.

Kam man in den ersten drei Minuten noch halbwegs glimpflich davon wurde ab Minute vier aus einer 7:5 Führung ein 7:13-Rückstand. Bis zu Ende des ersten Viertels wuchs der Rückstand auf 13:23.

 

Neben den taktischen Defiziten kam vor allem schon in dieser Phase ein unerwartet mentaler Einbruch bei den Schlüsselspielern. Gerade unsere frisch gekürten Kaderspieler blieben hinter ihrem Anspruch weit, weit zurück. Unerklärlich.

 

Erschwerend kam die unfassbar desolate Schiedsrichterleistung hinzu. Die bekannt grenzwertig legale Verteidigungsarbeit wurde durch Wegsehen der Unparteiischen noch unterstützt und gipfelte in Dreistigkeit unbeschreiblichem Ausmaßes. Regelüberschreitungen noch und nöcher, die alle nicht einmal angesprochen, geschweige denn geahndet wurden. Entscheidungen, die nichts mit den Regeln zu tun hatten. Eine unfassbar desolate Leistung. Den Hausherren spielte dies in die Hand, konnten sie das ausnutzen, um unsere Jungs endgültig zu demoralisieren.

Zur Halbzeit bereits ein 26:42-Rückstand: die psychische Verfassung (und leider bei dem ein oder anderen auch die physische) ließ kaum noch Hoffnung aufkommen, das Spiel noch zu drehen.

 

Trotz vieler Aufmunterungen vom Coach setzte sich in Viertel drei das Dilemma fort. Kein Aufbäumen in der notwendigen Form, eher eine resignierende Haltung. Keine gute Vorstellung.

Viertel drei ging mit 9 Punkten verloren, so dass das Spiel endgültig entschieden war.

Am Ende eine 49:74-Klatsche, die erst einmal verdaut werden muss.

 

Auf jeden Fall bleibt dieses Spiel nicht ohne Konsequenzen: das Trainingsprogramm wird verschärft, deutlich verbesserte Einstellung gefordert und noch einige Dinge mehr, die intern besprochen werden.

 

Nichts zu holen gab es für Lenni, Justus, Lazar, Mike, Eric, Tolga, Finn, Niklas, Christopher, Max, Felix, Johannes