Herber Dämpfer für 3.Herren

Am Samstag um 18:00 Uhr empfingen die Baskets den Aufstiegsaspiranten vom TV Jahn Königshardt. Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Beide Teams hatten ebenso wie die TSG Solingen zwei Niederlagen zu verzeichnen. Für die Jahner, ebenso wie für die Ronsdorfer war ein Sieg in dieser Partie also Pflicht um sich eine gute Chance auf die Meisterschaft der Landesliga zu bewahren. Die Solinger, die sich die Partie nicht entgehen ließen, mussten aufgrund des direkten Vergleichs mit den Königshardtern auf einen Sieg für die Baskets hoffen, um selbst den Platz an der Sonne zu ergattern.

 

Die Ronsdorfer starteten selbstbewusst in die Partie, welche mit 30 Minuten Verzögerung begann, da die Jahner ihre Trikots vergaßen. In den ersten Spielminuten erinnerte alles an die Hinrundenbegegnung, bei der die Ronsdorfer den Königshardtern ihre erste Saisonniederlage verpassen konnten. Sichere Pässe, starke Defense und eine hohe Trefferquote überraschten die in den ersten Minuten der Partie nicht angekommen Gäste und führten schnell zu einem Vorsprung. In der 6. Minute stand es 17:02 für die Baskets und die Jahner nahmen ihre erste Auszeit. In dieser fand ihr Trainer offenbar die richtigen Worte. Was folgte war ein Run der Königshardter, der die Führung der Ronsdorfer egalisierte und die Partie damit wieder ausgeglichen gestaltete.

 

Das Spiel der Baskets geriet dabei zunehmend ins Stocken. Wie ausgewechselt zierten fortan zahlreiche Fehlpässe und Fehlwürfe das Bild der Heimmannschaft. Die Jahner, die stark bei der Reboundarbeit agierten und blitzschnell umschalteten konnten diese immer wieder in einfache Punkte ummünzen. Das Resultat: Zur Halbzeit lagen die Baskets trotz furiosem Start mit 37:44 im Hintertreffen.

 

Der an diesem Tag mal wieder herausragende Peter Marinkovic hielt die Ronsdorfer über weitere Strecken quasi alleine im Spiel. Dazu streuten Sasha Javanmardi und Michal Twarog immer wieder wichtige 3-Punkte Würfe ein, wodurch das Spiel in der 35. Minute mit einem 61:62 Rückstand für die Baskets wieder einigermaßen positiv aussah.

 

Leider sollte es dabei nicht bleiben. Die Königshardter, vor allem in Person von Heinen (30 Punkte), konnten von den Ronsdorfern bei ihrem Zug zum Korb nicht gestoppt werden und punkteten so immer wieder Erfolgreich. Eine Minute vor Schluss stand es 68:74 und es sah bereits so aus als ob die Jahner die Partie sicher hätten. Die letzten Sekunden des Spiels gestalteten sich wie für eine Toppartie angemessen jedoch dramatisch: Den Ronsdorfern blieb nichts als einen Spielzug für einen schnellen Dreier zu laufen. Das Play brach jedoch ein und keiner der Distanzspezialisten wurde frei. Der Ball geriet in Peter Marinkovics Hände, der mangels Anspielstationen selbst den Wurf nahm und diesen vollgedeckt verwandelte. Im nächsten Angriff der Gäste konnten diese nicht punkten,  die Baskets pushten den Ball und wollten mit einem schnellen Dreier den Vorsprung weiter verkürzen, doch der Wurfversuch wurde geblockt. Die Jahner erhielten den Ball und wurden umgehend an die Linie geschickt. Dort versagten ihnen die nerven.

Sie vergaben beide Freiwürfe, doch wie am gesamten Abend konnten sie sich auf ihre Reboundarbeit verlassen. Die Ronsdorfer hatten den Ball in dieser Sequenz eigentlich schon sicher, konnten ihn aber nicht festhalten, was  zu zwei weiteren Chancen von der Freiwurflinie für die Gäste führte.

 

Dieses mal verwandelten sie einen der Würfe und hatten nun eine 4 Punkt Führung. Die Baskets versuchten noch einmal einen Dreier einzustreuen, doch dieser fand sein Ziel nicht. Die Partie war damit endgültig entschieden.

 

Sicher ist an diesem Tag einiges unglücklich gelaufen: So konnte die Partie nicht in eigener Halle ausgetragen werden, sondern musste in einer Ersatzhalle stattfinden. Die Schiedsrichter pfiffen drei unsportliche Fouls gegen die Ronsdorfer, die allesamt diskutabel waren. Zwei davon gegen den Spielertrainer Michal Twarog, der aus diesem Grund die Partie vorzeitig verlassen musste. Alex Faßbender, dessen Schulter während des Spiels kurzzeitig aus seinem Gelenk sprang, war ebenso gehemmt wie der trotz schmerzendem Körper spielende Sasha Javanmardi. Und der Verlust des Rebounds beim Freiwurf kurz vor Ende der Partie war auch mit viel Pech versehen. Doch letztlich zählen diese Ausreden alle nicht. Es hat an diesem Tag einfach nicht gereicht. Die eigenen Turnover und das schnelle Umschaltspiel der Jahner stellten die Baskets vor zu große Probleme. Mit dem hohen Tempo der stark zusammenspielenden Gastmannschaft konnte man über weite Phasen nicht mithalten und verlor auch immer wieder im Setplay die defensiven Zuordnungen. Gratulation an die Jahner für die starke Partie und die Pole Position im Aufstiegsrennen!

 

Für die Baskets bedeutet das nicht das Ende der Welt. Das selbsternannte Team Spaß hatte sich vor der Saison vorgenommen oben mitzuspielen und hat im Laufe der Saison bewiesen, dass ein Aufstieg für sie ebenso verdient wäre, wie für die Solinger oder die Königshardter. Das für diesen nun eine Niederlage der Jahner im weiteren Saisonverlauf sowie ein Sieg der Ronsdorfer gegen die Solinger mit mehr als 12 Punkten Abstand notwendig ist, macht diesen zwar sehr unwahrscheinlich aber nicht unmöglich. Diese kleine Chance möchte man sich mit der positiven Einstellung, die das Team auszeichnet, bewahren. Als ersten Schritt dafür geht es nächste Woche zu den Kultern aus Wuppertal, wo man hoffentlich wieder Selbstbewusstsein tanken kann. Anpfiff ist um 18 Uhr an der Gathe.

 

Für die Baskets traten an: D. Baya (5), M. Bendias (2), L. Elbracht, A. Faßbender (3), S. Javanmardi (12), T-F. Kraus von Cleff, P. Marinkovic (31), T. Müller (5), M. Stanic und M. Twarog (13)