U14 I geht mit zwei Siegen in die Osterferien

Vor den verdienten Osterferien standen noch die Partien gegen die direkten Konkurrenten um die Vizemeisterschaft in der Regionalliga an.

 

 

 

Goch

 

Zunächst stand die Auswärtsreise an die holländische Grenze nach Goch an. Bereits aus dem Hinspiel wusste man, dass ein unbequemer Gegner auf uns wartete. Darauf gefasst konnte es nur eine Device geben: voller Einsatz.

 

 

Diesen ließ die Südwest-Kombo allerdings in der ersten Hälfte weitestgehend vermissen. Viel zu viele undisziplinierte Einzelaktionen und vor allem eine unaufmerksame Verteidigung  führten zu einem schnellen 4:12 Rückstand nach vier Minuten. zu diesem Zeitpunkt musste schon eine Auszeit her, um den Kadetten die ersten von mehreren Leviten zu lesen. Dies hatte soweit Erfolg, dass der Rückstand binnen vier Minuten in eine 17:12 Führung umgewandelt wurde.

 

 

Damit war aber die Schönheit vorbei. In Viertel zwei schaute man dem wirklich guten Jungen aus Goch mehr oder weniger kampflos zu, wie er ein ums andere mal durch die Zone spazierte und uns satte 13 Punkte einschenkte. Selber bekam man gar nichts auf die Reihe. Lediglich Felix konnte einige wenige male punkten. Das Viertel ging mit 8:18 verloren.

 

Dass die Gocher Kabinentüren eine erhöhte Stabilität vorweisen und die Wände eine gehörige Portion Schallwellen verkraften,  stellte man in der Halbzeitpause fest. Die Standpauke hatte sich gewaschen. Einzigartig. Aber offensichtlich nötig. Der ernste Hinweis die Reise nach "Holland" nicht gemacht zu haben, um sich hier nach allen Regeln der Kunst zu blamieren wurde verstanden.  Die Vorsätze für Halbzeit zwei waren da.

 

Dass man einen Hebel aber nicht so einfach umwerfen kann, zeigte sich zu Beginn des dritten Viertels. Zeigte man sich deutlich bemühter, ging zunächst immer noch nicht viel zusammen. Der Rückstand erhöhte sich sogar noch auf 16 Punkte in der 26.Minute (31:47). Dann allerdings fingen sich die Jungs, attackierten in der Defense viel besser, halfen intensiver aus und spielten in der Offense endlich zusammen. Bis zum Ende des Viertels verkürzte man auf 6 Punkte, mit dem guten Gefühl, dass da noch mehr geht. Das merkten auch unsere mitgereisten Väter, die gegen die Gocher Übermacht auf der Tribüne tapfer ankämpften und sich lautstark bemerkbar machten. Hat geholfen!

 

 

Im letzten Viertel kam dann Michels große Zeit. Mit viel drive zog er ein ums andere mal in die Zone, netzte entweder selber ein oder setzte seine Mitspieler gefährlich in Szene. In Minute 33 hatte man endlich den Ausgleich geschafft und blieb am Ball. Als dann noch der Top-Leistungsträger der Gastgeber foulbedingt ausschied, fanden die Gocher kein Mittel mehr gegen die nun gut eingestellten Südwestler. Am Ende ein 71:64-Erfolg.

 

 

Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter. Auf das erste hat der Coach keinen Bock.

 

Justus, Lazar, Mike, Eric, Tolga, Max, Christopher, Michel, Felix, Johannes

 

 

 

Uerdingen

 

Im Kampf um den anvisierten zweiten Platz musste man sich mit den starken, kräftigen und langen Uerdingern auseinandersetzen.

 

 

 

Es entwickelte sich ein kurioses Spiel. Geprägt von der höchst, höchst kleinlichen Foulauslegung der Schiedsrichter verhängten diese im gesamten Spiel sage und schreibe 66 Fouls. Daraus resultierten auf beiden Seiten zusammen 88 (!) Freiwürfe, so dass sich das Spiel über satte zwei Stunden hinzog. Eine Geduldsprobe für alle Beteiligten.

 

Gemessen an den ausgeglichenen Kräfteverhältnissen auf dem Spielfeld war auch hier viel Geduld angesagt. Die Vorteile wechselten ständig, so dass es bis zum Ende spannend blieb. Mal eine knappe Führung hier, dann wieder eine Führung da, aber immer nicht mehr als 6 Punkte.

 

 

 

Unermüdlich feuerte die große Schar an mitgereisten Eltern lautstark an. Ein Spitzenspiel hat halt auch ein Spitzenpublikum verdient.

 

 

 

Jeder Punkt wurde hart erkämpft. Die Gastgeber verfügten über gut ausgestatte Jungs, die viel Power mitbrachten. Unsere Jungs stemmten sich mit allem, was sie hatten, dagegen. Vor allem Michel zeigte sich unbeeindruckt und legte eine Wahnsinns-Halbzeit eins hin. Unsere schnellen guards zogen viele, viele Fouls. Allerdings konnte der richtige Profit aus den Freiwürfen nicht geschlagen werden. Allerdings erging es den Gastgebern nicht besser, eher noch heftiger. Die Trefferquoten von der Linie ziemlich bescheiden. Die knüppelharten Körbe verlangten saubere Würfe.

 

Erst zum Ende des dritten Viertels konnten sich die Südwestler mal mit 9 Punkten absetzen. Eine trügerische Sicherheit, wie sich herausstellen sollte. Bis zur vorletzten Minute  schmolz der hart erarbeitete Vorsprung auf vier Zähler zusammen. Letztendlich brachte man das Spiel dann doch noch gut über die Bühne und beendete die Partei mit stark gelichtetem Feld ( Uerdingen 5 Spieler ausgefoult, SW 4). Der 82:73 Erfolg lässt nun alle Chancen auf die Vizemeisterschaft offen. Das wäre auch mehr als verdient für die harte Arbeit im Laufe der Saison.

 

 

 

Im Osternest Zwei Siege gegen direkte Konkurrenten:  mehr kann man nicht erwarten.

 

 

 

Einen Kopfsieg landeten Leonidas, Justus, Lazar, Mike, Eric, Max, Finn, Niklas, Christopher, Michel, Felix und Johannes