U14-I und dann kam Mike..

Ohne die verhinderten Johannes, Felix und Max und den verletzten Justus hieß es gegen die kompakte Garde der Gäste aus Schwelm den Größenunterschied mit Tempospiel auszugleichen. Das gelang zu Beginn aber überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Das Spiel sollte ähnlich dem Hinspiel verlaufen.

 

 

 

Die eigentlich langsameren Gäste überliefen unsere Schlaf-Verteidigung ein ums andere mal und gingen bereits nach drei Minuten mit 12:6 in Führung. Lediglich Einzelaktionen hielten den Abstand im erträglichen Rahmen. Größte Mühe hatte man mit dem gut aufgelegten Schwelmer Center Julian Birkenstock, der ein richtig gutes Spiel machte und seinem Gegenspieler –meist Michel- das Leben ordentlich schwer machte.

 

Die schnell genommene Auszeit brachte etwas mehr Stabilität und so hielt man den Rückstand zur ersten Viertelpause klein (20:23).

 

Viertel zwei lief noch gruseliger an. Ideenlosigkeit in der Offense, mangelnde Körperlichkeit in der Defense, unerklärliche Fehler bei Passspielen: der Bodensatz war erreicht.

 

Beim Stand von 30:41 nach 16 Minuten nahm dann der Gästecoach eine Auszeit und bremste seinen eigenen Spielfluss. Und dann kam die große Zeit von Mike.  Nach dem Motto „jetzt ist eh alles egal“ fasste er den Entschluss, die langen Gegenspieler einfach unter dem Korb stehen zu lassen und das Glück von außen zu versuchen. Und das mit Erfolg. Mit seiner tollen Trefferquote ( vier von vier von draußen) und unterstützt von mehr drive von Lazar und Finn drehte man innerhalb von vier Minuten den 11-Punkte-Rückstand in eine 3-Punkte-Halbzeitführung. Ging doch.

 

 

 

Dieser Schwung sollte beibehalten werden, auch in der Gewissheit, dass die Schwelmer Jungs nun deutlich mit ihrer Kondition zu kämpfen hatten. Auch der Gästecenter wurde jetzt beherzter verteidigt, so dass viele schwere Würfe erzwungen wurden und die Trefferquote demzufolge litt. Michel machte Halbzeit zwei eine viel bessere Figur in der Defense, vor allem auch deswegen hoch einzuschätzen, da er nahezu durchspielen musste.

 

Mike knüpfte nahtlos an seine shooter-show der ersten Hälfte an und netzte in den nächsten fünf Minuten mal ebenso nochmal drei downtown-shots ein. Keiner hat ihm diesen persönlichen Erfolg so gegönnt, wie der Coach! Vor allem waren das Treffer in entscheidenden Phasen.

 

 

 

Auch Lazar legte nun eine unglaublich kontrollierte und variable Partie hin. Aus den Fehlern der ersten Hälfte die Lehren gezogen, traf er hochprozentig gute Entscheidungen.

 

Absolute Höchstnoten in puncto Fleiß verdienten sich Eric und Leonidas. Selbst vor unangenehmen Körperkontakten mit den robusten Gästen wurde kein Halt gemacht.

 

Nach einem 14:0 Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte ließen die Gäste etwas die Köpfe hängen, so dass beim Stand von 73:52 vor dem letzten Viertel eigentlich die Nummer durch war. Finn konnte angesichts des noch am selben Tag abzuwickelnden U12 Spieles geschont werden, dafür setzten sich die Jungs im Schlussviertel in Szene (Tolga, Christopher), die vorher nicht so richtig ins Spiel gefunden haben.

 

Beim Stand von 87:58 fuhr man die Intensität etwas runter, so dass die Gäste noch zu ein paar einfachen Körben kamen. Am Ende stand ein 96:71, hoch verdient, aber speziell in Hälfte eins hart erarbeitet.

 

 

 

Leonidas, Lazar, Mike, Eric, Tolga, Finn, Niklas, Christopher, Michel wurden lautstark vom verletzten Justus unterstützt