U18 II mit Sand im Getriebe und umkämpften 70:51 Sieg

Mit voller Kaderstärke von 12 Mann und dem verletzten Fromm in zivil trat man am Sonntagmittag zu Hause gegen Wülfrath an. Das neu zusammen gestellte Team sollte sich nach der intensiven Vorbereitung und dem Turnier in Berlin vorallem als Einheit präsentieren. So wollte Coach Tomanek allen Spielern eine Chance geben, schließlich hatten die meisten Jungs die unzähligen Einheiten im Sommer mitgezogen und auch die Fahrt nach Berlin fast komplett angetreten.

 

Man begann mit der etatmäßigen Starting 5 des Sommers, Heuwold, Tesche, Sanque, Kosch und Wagner, ohne echten Center. Alle waren hoch motiviert, doch wie so oft ist es in den ersten Spielen der Saison die Nervosität, welche dem ein oder anderen einen Strich durch die Rechnung machte. So waren besonders die erfahrenen Spieler Tesche, Kosch und Kapitän Heuwold etwas neben der Spur und verlegten zahlreiche Wurfchancen, welche sonst mit Leichtigkeit reingehen. Immer wieder kam man gegen die dicht gestaffelten Gäste zum Ring , aber verwertete die Wurfchancen nicht oder zeigte sich überrascht mit der Linie der Schiedsrichter. So kamen früh im ersten Viertel Hemmer und Winter zu ihren Chancen, jedoch merkte man dort noch das fehlende Zusammenspiel der neuen Jungs, welche ein ums andere Mal den Extrapass vermissen ließen. Angeführt von Kosch und Heuwold mit je 6 Punkten ging es mit einer 14:10 Führung in das zweite Viertel.

 

Dort empfahlen sich besonders die Spieler aus der zweiten Reihe für eine Beförderung. Orf legte defensiv los wie die Feuerwehr und verwertete den Wurf sicher, Winter kam immer wieder zum Offensivrebound und Hemmer konnte offensiv für Verwirrung bei den Gästen sorgen. Beim Stand von 21:12 waren die Gegner dann zur Auszeit und der Umstellung auf eine Zonenverteidigung gezwungen. In der diesjährigen Zusammensetzung eigentlich ein Geschenk für das Team, hat man doch gleich mehrere sichere Schützen von Außen. So verwandelte Heuwold gleich per Dreier zum 28:16 , bevor ein Lauf der Gäste den Vorsprung auf 30:24 zur Halbzeit zusammen schmelzen ließ.

 

Jedoch kein Grund zur Sorge für das Heimteam, nach einer Führung von der ersten Sekunde hatte man nie das Gefühl, dass das Spiel noch ins Wanken geraten sollte, höchstens aufgrund der vielzähligen Unachtsamkeiten in der Defensive und der teils laschen Verteidigung der Cuts zum Korb. So war es im dritten Viertel immer wieder Kosch, der zum Korb durchkam und der neben der starken Defensive nun auch offensiv immer wichtiger werdende Sanque. Der Kapitän, in der Phase zu sehr mit sich selbst und den Schiedsrichtern beschäftigt, holte sich ein berechtigtes technisches Foul ab und die Gäste nutzten die Unordnung um nochmal ran zu kommen. Doch nach einer kleinen Denkpause initiierte Heuwold ab Minute 32 den entscheidenden Lauf des Spiels. Bedingt durch die noch reichlich vorhandenen Körner nach der intensiven Vorbereitung ging man weiter hohes Tempo und zwang die Gäste zu einigen Fehlern. Sanque mit einem wichtigen Dreier in dieser Phase und einigen Zügen zum Korb sorgten für ein beruhigendes Polster und Chancen für alle 12 Spieler sich noch mal auf dem Feld zu präsentieren. Das Endergebnis von 70:51 spiegelt auf beiden Seiten sicher nicht das Potenzial des Teams wieder. Will man nächste Woche in Barmen ein Wörtchen um den Sieg mitreden, müssen deutlich mehr Prozent abgerufen werden.

 

Neben dem defensiv starken Orf und mit besseren Entscheidungen auftretenden Jeske, geht ein Lob an das Saisondebüt von Ebrahem Eid. Mit wichtigen Rebounds und guten Aktionen unterm Korb in seinem ersten Spiel konnte er eine Portion Sicherheit für die nächsten Spiele gewinnen.

 

Am kommenden Sonntag um 12 Uhr kommt in Barmen eine hohe Hürde auf die Jungs der U18-2 zu. Gegen ein Team, welches erfahener und körperlich stärker sein wird, gilt es einen Weg zu finden das Spiel siegreich zu gestalten.

 

Es kamen zum Einsatz:

Orf (2), Akyol, Heuwold (21), Tesche (2), Sanque (12), Kosch (20), Wagner (2), Eid (4), Abeshi, Hemmer (3), Jeske (2), Winter (2)