Guter Beginn reicht U17 nicht zum Sieg

Im letzten Spiel vor der Herbstpause ging es für die bis dahin noch ungeschlagenen u17 Mädels zum TSV Hagen. Obwohl man in der Woche leider nicht vollständig trainieren konnte, wollte man doch gerne einen weiteren Sieg mit in die Herbstpause nehmen und hatte daher in drei Trainingseinheiten an Freiwürfen und Würfen gefeilt, die im letzten Spiel noch nicht so gut gefallen waren.

 

Die VSTVlerinnen starteten gut in die Partie; die Anweisung, das Spiel schnell zu machen wurde gut umgesetzt und so konnten Carla und Marlen in der Anfangsphase viele schnell heraus gespielte Korbleger verwandeln. Zudem glänzte Marie in der Verteidigung sicher mit dem ersten Rebound und trieb die Gegnerinnen damit an den Rande der Verzweiflung. Auch das Zusammenspiel in den Systemen funktionierte gut, sodass alle Spielerinnen zu Ihren Chancen kamen und man nach dem ersten Viertel mit 15:11 in Front lag. Bis Mitte des 2. Viertels konnte man diesen Vorsprung noch Ausbauen (25:19, 16. Minute), ehe das Spiel zerfahrener wurde. Die Presse der Hagenerinnen stellte die Wuppertalerinnen mehr und mehr vor Probleme im Ballvortrag und eröffnete den Gastgeberinnen die Chance zur Aufholjagd. Die Folge war ein 2 Punkte Rückstand zur Halbzeit (25:27); man hatte die Kontrolle über das Spiel verloren.

 

Leider kam in der 2. Halbzeit ein kaum zu erklärender Bruch ins Spiel, man schaffte nur noch einen einzigen (!!!) Feldkorb und sah sich schnell einem 10 Punkte Rückstand ausgesetzt (35:25, 24. Minute). Viel drängender war aber das Problem, dass sich die eigentlichen Leistungsträgerinnen durch verlegte Korbleger, Fehlwürfe oder Ballverluste im Aufbauspiel derart aus der Ruhe bringen ließen, dass kaum ein kontrollierter Angriff mehr möglich war, obwohl man mit den gleichen Spielbedingungen in der ersten Halbzeit gut zurechtkam und das Schiedsrichtergespann nun auch viel konsequenter das teilweise harte Bedrängen der Ballführenden ahndete. So bekamen die Wuppertalerinnen im 3. Viertel 16 Freiwürfe zugesprochen, die es ermöglichten, den Rückstand zumindest nicht anwachsen zu lassen. Im letzten Spielabschnitt tat man sich weiterhin schwer im Abschluss und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Zwar verhinderte man durch Umstellung auf Zonenverteidigung zunächst einfache Punkte der Gegnerinnen, hatte aber im Angriff weiterhin große Probleme. Das Zusammenspiel funktionierte überhaupt nicht, die Systeme wurden vernachlässigt und bei den sich aufbäumenden Paula und Carlotta rollte der Ball ein ums andere Mal wieder aus dem Korb, was noch erschwerend hinzu kam. Die Konsequenz im Abschluss wird daher Ziel der nächsten Trainingswochen sein, da 41 erzielte Punkte in der Regionalliga zu wenig sind, um Spiele zu gewinnen. Man merkte beiden Mannschaften am Ende an, dass die Luft raus war und das Spiel endete kurioserweise mit einem Eigenkorb der Hagenerinnen, auch eine echte Rarität auf Regionalliganiveau. Letztendlich konnte das aber die 41:54 Niederlage nicht mehr abwenden.

 

Mit 2 Siegen aus 3 Spielen zur Herbstpause kann das neu formierte Team aber sicherlich zufrieden sein, auch wenn in Hagen mehr drin gewesen wäre. Positiv zu erwähnen ist unbedingt, dass sich die Bankspielerinnen stetig verbessern und so auch vermehrt zu Einsatzzeiten kommen, die hoffentlich im nächsten Spiel auch mit den ersten Punkten gekrönt werden. Auch von mangelndem Zug zum Korb kann man angesichts der 37 zugesprochenen Freiwürfe nicht sprechen, mit weniger als 50 % Trefferquote ist aber auch hier noch Nachholbedarf. Wenn man es schafft, in wichtigen Phasen diese Würfe zu versenken, kann man so ein Spiel bis zum Ende offen halten. In der Herbstpause gilt es jetzt im Training und im Camp an den Abschlüssen und am Zusammenspiel zu arbeiten, damit man den stark einzuschätzenden Gegnerinnen aus Köln und Düsseldorf Paroli bieten kann.

 

Es spielten: L. Krause; P. Raak (1); H. Wicht, W. Dizane; M. Modrzewski (20), M. Hübner (5+2 vom Eigenkorb); A. Kaurin; C. Sonnenschein (13); C. Petri