U12 I unterlegen, aber stark verbessert

Zeigte sich die U12 in der letzten Woche von der körperlichen Überlegenheit der Kölner Gastgeber noch stark beeindruckt, sollte man im Heimspiel gegen die Bayeraner aus Uerdingen deutlich mehr Präsenz zeigen.

 

Und die war auch dringend notwendig. Die Gäste liefen mit einem rund 1,80 m großen Jungen auf, der auch zudem körperlich und technisch sehr gut aufgestellt war. Derart gleichwertiges haben wir nicht aufzubieten. Und leider sollte dies der mitentscheidende Faktor werden.

 

Es entwickelte sich von Beginn an ein Spiel "Allein gegen Alle".  Der Schlüssel zum Erfolg musste darin liegen, den Hauptakteur der Gäste so zu beschäftigen, dass gar keine oder zumindest nur schwere Abschlüsse erlaubt würden.  Und in der Offense hieß die Devise, den großen Spieler aus der Mitte rauszuhalten, um Platz für die Korbangriffe zu ermöglichen.

Das zweite gelang zunächst sehr gut, das erstere dann vor allem in Viertel zwei immer weniger.

 

Offensiv zeigten wir sehr viel Mut im Drang zum Korb. Und der wurde belohnt. Nachdem man sich anfänglich von der Präsenz des "Langen" beeindrucken ließ (0:6, natürlich nur durch die 15), wollte man doch dann mal selber in den Angriffsmodus übergehen. Gleich sechs Spieler taten das mit Erfolg und trugen sich in Viertel eins in die Punkteliste ein. Das Kollektiv sollte es richten. Im Minute 5 war der Rückstand egalisiert, bis zur Viertelpause blieb von dem zwischenzeitlichen 7-Punkte-Vorspung noch eine 20:16-Führung übrig.

 

Viertel zwei sollte dann eine kleine Vorentscheidung bringen. Etwas unglücklich gewählte Abschlüsse, die zumeist das Ziel verfehlten und mehr Freiheiten für den Krefelder Topscorer ( von den 30 Punkten in diesem Viertel erzielte er 24 !) verhagelten das Ergebnis bis auf den 33:46 Halbzeitstand.

 

Die Halbzeitbesprechung ging ganz klar in Richtung: wir müssen was gegen den 15er unternehmen. Und der Wille war zu 100% zu erkennen. Eine kämpferisch gegenüber dem Spiel in der Vorwoche nicht wieder zu erkennende Kombo nahm die Herausforderung an und versuchte im Kollektiv des Gegners Aktivitäten zu stören. Und das mit Erfolg. Kassierte man in Halbzeit 1 noch 46 Punkte, waren es in Halbzeit 2 lediglich 25. Der Kampfgeist gipfelte in Felix Forderung in der Auszeit in Minute 33: "Gib mir den 15er!" Und er beharkte ihn mit allen Mitteln. Grandios! Die anderen Spieler unterstützten ihn, wo es nur ging.

 

Dass der Abstand reduziert werden konnte, verdankte man der hervorragenden Zusammenarbeit in der Offense. Viel Bewegung eröffnete immer wieder Möglichkeiten zum mehr oder weniger ungestörten Korbangriff. Leider, leider wurden zu viele Versuche liegen gelassen, was im Endeffekt der zweite entscheidende Faktor war, warum dieses Spiel verloren ging.

 

Am Ende eine 65:71 Niederlage, die aber tadellos verkraftet wurde. Man trat als Kollektiv gegen eine Ein-Mann-Veranstaltung (53 von 71 Punkte) auf. Viele Hände waren am Spiel. Das ist der Weg, den wir weiter beschreiten werden. Denn so sind wir in der Lage auch Ausfälle aufzufangen.

 

Und Plan B fürs Rückspiel ist schon in Arbeit.

 

Viel Selbstvertrauen holten sich Sebastian, Felix, Tom H., Jonathan, Tom A., Justin, Till, Malte, Mick, Theo und Elias.