U14 I mit famosem Endspurt

Gegen die Drittplatzierte, aber im Hinspiel deutlich mit vierzig Punkten geschlagene BG Dorsten begann man die Partie zunächst ohne Justus und Finn. Eigentlich verfügt das Team auch so über genügend Qualität, einen solchen Gegner erfolgreich spielen zu können. Offensichtlich wurde aber vergessen, dass auch in Dorsten Basketball gespielt wird und man nur mit dem entsprechenden Einsatz und der passenden Einstellung Siege eingefahren werden können.

 

Der Coach vermisste in Viertel eins viele selbstverständliche Dinge. Nahezu widerstandslos ließ man dem sicherlich gut aufgestellten, aber nicht überragenden Linkshänder, ein ums andere mal den Zug zum Korb zu. Auch die viel zu weit verteidigten Würfe aus der Distanz fielen recht zuverlässig bei den Gästen. Selber suchte man schwere Abschlüsse, die häufig das Ziel verfehlten. Folgerichtig Viertel eins 16:23.

 

Viertel zwei wurde intensiver verteidigt, die Offense lief zunächst aber auch nicht besser. Erst ein Endspurt machte aus dem 26:35-Rückstand einen 34:37-Halbzeitstand.

 

Zum großen Ärgernis des Coaches konnte man das große Aufbäumen nicht erkennen. Desaströs agierte man in der Offense und erzielte in den ersten acht Minuten des dritten Viertels lediglich sechs schlappe Punkte.

Was sich aber dann abspielte, kann man fast schon als Urknall bezeichnen. Von ihrem Paralleleinsatz in Leverkusen zurückgekehrt, sahen Justus und Finn auf die Anzeigetafel. Man sah den Gesichtern Fassungslosigkeit an und vor allem die totale Bereitschaft, diesen Rückstand nicht einfach hinzunehmen.

 

Kaum auf dem Spielfeld entfachten die beiden einen wahren Orkan. Mit Höchsttempo wurde nun Basketball gespielt, sowohl hinten als auch vorne. Konnte der Rückstand bis zum Viertelende immerhin auf 51:57 verkürzt werden, rollte in Viertel vier eine Lawine auf die Dorstener zu. Lazar, Christopher, Max Schmidt ließen sich von dem Wirbel anstecken und legten ein famoses Schlussviertel hin. Dem Gästecoach wurde auch zusätzlich seine extrem kleine Rotation zum Verhängnis (fünf seiner elf Spieler kamen überhaupt nicht zum Einsatz). Durch das hohe Tempo und die neue Aggressivität stieg die Foulbelastung rapide an.

 

Und so gewann man das letzte Viertel mit 39:16 und im Endeffekt das Spiel mit 90:73. Was Einstellung doch ausmachen kann!

 

Leonidas, Justus, Fynn, Lazar, Max L., Finn, Niklas, Max S., Christopher, Torben und Timo sonnen sich weiter an der Tabellenspitze